 | Autor: Christian Friedrich Hebbel |  |  |  |
Christian Friedrich HebbelDichter 1791 - 1872 |
1. Allegorie entsteht, wenn der Verstand sich vorlügt, er habe Phantasie. Allegorie (Allegorie, Verstand) | -
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2. Alle Regierungen fordern blinden Glauben, sogar die göttliche. Regierungen (Regierungen, Glauben) | -
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3. Alles Sprechen und Schreiben heißt würfeln um den Gedanken. Wie oft fällt nur ein Auge, wenn alle sechs fallen sollten. Schreiben (Schreiben) | -
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4. Auf Anerkennung des vorhandenen Trefflichen basiert sich eigentlich das ganze Gefühl der Menschheit. Anerkennung (Anerkennung, Gefühl, Menschheit) | -
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5. Bildung ist ein durchaus relativer Begriff. Gebildet ist jeder, der das hat, was er für seinen Lebenskreis braucht. Was darüber ist, das ist von Übel. Bildung (Bildung) | -
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6. Das Aufbrausen ist die Lebensäußerung des Zorns und zugleich sein Tod. Lebensäußerung (Lebensäußerung, Zorns) | -
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7. Das Genie ist der Fühlfaden seiner Zeit. Genie (Genie, Zeit) | -
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8. Das Gewissen ist die Wunde, die nie heilt und an der keiner stirbt. Gewissen (Gewissen, Wunde) | -
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9. Das Leben ist ein ewiges Werden. Sich für geworden halten, heißt sich töten. Leben (Leben, Werden) | -
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10. Das Leben mit seinen verschiedenen Epochen ist eine Schatzkammer. Wir werden reich in jedem Gewölbe beschenkt; wie reich, das erkennen wir erst beim Eintritt in das nächste Gewölbe. Leben (Leben, Schatzkammer, Eintritt) | -
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