 | Autor: Jean Paul |  |  |  |
Jean Paul(Johann Paul Friedrich Richter)dt. Erzähler 1763 - 1825 |
1. Übertriebner Tadel schadet Guten mehr als übertriebnes Lob. Tadel (Tadel, Guten) | -
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2. Alle, die ihr eine Ernte wollt, setzet eine Hoffnung nicht bloß voraus, sondern handelt nach ihr. Ernte (Ernte, Hoffnung) | -
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3. Alle Menschen suchten die Wahrheit, wenn sie nur gewiß wüßten, daß sie sie fänden - z. B. in einem von einem Engel geschriebenen Buch. Wahrheit (Wahrheit, Engel, Buch) | -
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4. Alle Mittel und Künste der Erziehung werden erst durch das Ideal bzw. das Urbild bestimmt. Mittel (Mittel, Erziehung, Urbild) | -
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5. Alle Stärke liegt innen, nicht außen.
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6. Alle weiche gegen Fremde nachgebende Menschen suchen sich eine Lüge ihrer Selbständigkeit durch Härte gegen die Ihrigen weiszumachen. Lüge (Lüge, Selbständigkeit, Härte) | -
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7. Am leichtesten lernst du einen Menschen kennen, wenn du ihn tadelst, oder - da der andere Weg offener steht - wenigstens in geringerem Grade, wenn du ihn lobst.
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8. Anfangs macht man das Buch nach sich, dann sich nach dem Buch. Anfangs (Anfangs, Buch) | -
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9. Anfangs verträgt der Autor Lob mit Tadel vermischt. Dann hat er das Lob so oft gehört, daß er ein neues fordert und liebt; und so soll immer mehr vom Tadel aufgehoben werden, bis er gar keinen mehr... Anfangs (Anfangs, Autor, Tadel) | -
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10. An ungebildeten Leuten ärgert einen Eigennutz nicht. Leuten (Leuten) | -
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