 | Autor: Kurt Tucholsky |  |  |  |
Kurt Tucholskydt. Schriftsteller 1890 - 1935 |
1. Aber das hat jeder empfunden: den Knack, den es zwischen seiner Generation und der seiner Eltern gegeben hat, den "Fortschritt", die aufbegehrende Opposition, die da sagte: Achtung! Jetzt kommen wir! Eltern (Eltern, Fortschritt, Opposition, Achtung) | -
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2. Alles ist richtig, auch das Gegenteil. Nur 'zwar - aber', das ist nie richtig. Gegenteil (Gegenteil) | -
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3. Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind. Reise (Tourist, Ausland, Frage, Touristen) | 10
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4. Als Gott am sechsten Schöpfungstag alles ansah, was er gemacht hatte, war zwar alles gut, aber dafür war auch die Familie noch nicht da. Familie (Gott, Familie) | -
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5. Alte haben gewöhnlich vergessen, daß sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, daß sie alt sind, und Junge begreifen nie, daß sie alt werden können. Alte (Alte, Junge) | -
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6. Bei aller Liebe: mein Thema ist nicht Mesopotamien, Abessinien oder Spitzbergen, sondern - schlicht und ergreifend - Deutschland. Liebe (Liebe, Thema, Mesopotamien, Abessinien, Deutschland) | -
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7. Das ärgerliche am Ärger ist, daß man sich schadet, ohne anderen zu nützen.
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8. Das Christentum ist eine gewaltige Macht. Daß zum Beispiel protestantische Missionare aus Asien unbekehrt wieder nach Hause kommen - das ist eine große Leistung. Christentum (Christentum, Beispiel, Missionare, Hause, Leistung) | -
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9. Das deutsche Schicksal: vor einem Schalter zu stehn. Das deutsche Ideal: hinter einem Schalter zu sitzen. Deutsche (Deutsche, Schalter, Beamter, Staat, Nation) | -
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10. Den meisten Leuten sollte man in ihr Wappen schreiben: Wann eigentlich, wenn nicht jetzt? Leben (Leuten, Wann) | -
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